Safranwurzel

Safranwurzel: Gesundheitliche Vorteile und Anwendung 2026

Wussten Sie, dass eine einzige Pflanze seit über 5.000 Jahren in der traditionellen Medizin verwendet wird und heute im Fokus moderner Forschung steht? Ich bin Miriam aus dem Redaktionsteam von heilkraeuterwelt.com. Gemeinsam tauchen wir 2026 in die Welt dieser besonderen Heilpflanze ein.

Hinter dem Namen Safranwurzel verbirgt sich die bekannte Curcuma longa. Die meisten kennen sie als Kurkuma oder Gelbwurz. Botanisch gesehen ist sie ein Verwandter des Ingwers, weshalb sie auch Gelber Ingwer genannt wird.

Ihr intensives Gelb und die gesundheitlichen Wirkungen verdankt die Kurkuma vor allem einem Stoff: Curcumin. Ihm werden entzündungshemmende und antivirale Eigenschaften zugeschrieben. Diese machen die Wurzel so wertvoll.

Unser Leitfaden für 2026 zeigt Ihnen, warum diese Pflanze zu den wichtigsten natürlichen Helfern gehört. Sie erfahren, wie Sie sie selbst anbauen, ernten und nutzen können. Egal, ob für die Küche oder die Hausapotheke.

Mit wissenschaftlich fundierten Fakten und praxisnahen Tipps geben wir Ihnen alle Werkzeuge an die Hand. So integrieren Sie die Kraft dieser alten Pflanze erfolgreich in Ihren modernen Alltag. Legen wir los.

Was ist Safranwurzel?

Hinter dem Namen Safranwurzel steckt die vielseitige Pflanze Curcuma longa, ein Mitglied der Ingwerfamilie. Sie ist unter vielen Namen bekannt.

Botanische Grundlagen und Herkunft

Der botanische Name Curcuma longa leitet sich vom arabischen „al-krukum“ ab. Das bedeutet „Safran“ und verweist auf die stark färbende Eigenschaft.

Die Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Sie bildet fleischige, orangegelbe Rhizome. Diese unterscheiden sie deutlich vom blassgelben Ingwer.

Ihre Heimat liegt in China und Indien. Dort wird Curcuma longa seit über 5.000 Jahren kultiviert. Der intensive gelbe Farbstoff gab ihr den Beinamen Gelber Ingwer.

Historische Entwicklung und traditionelle Nutzung

Bereits in den altindischen Veden wird die Gelber Ingwer erwähnt. In der ayurvedischen Ernährung ist sie ein Grundpfeiler, vor allem als Bestandteil von Curry.

Über die Seidenstraße gelangte das Gewürz im 13. Jahrhundert nach Europa. Der leuchtende Farbstoff fand historisch vielseitige Verwendung.

Man färbte damit Textilien, Papier und Salben. Diese Praxis des Färbens mit der natürlichen Farbe hält in einigen Kulturen bis heute an.

Gesundheitliche Vorteile der Safranwurzel

Curcumin, der Hauptwirkstoff in Kurkuma, steht im Mittelpunkt zahlreicher wissenschaftlicher Studien zu natürlichen Gesundheitshelfern. Die Vorteile dieser besonderen Heilpflanze sind gut erforscht und vielseitig.

Wirkstoffe wie Curcumin und ihre Effekte

Das gelbe Curcumin ist der bedeutendste bioaktive Wirkstoff. Studien zeigen seine stark entzündungshemmende Kraft. Der tägliche Verzehr kann bestimmte Entzündungsmarker im Blut senken.

Unterstützt wird es von Polysacchariden und ätherischen Ölen. Zusammen verstärken sie die gesundheitsfördernde Wirkung. Aktuelle Forschungen aus 2026 bestätigen zudem antioxidative und zellschützende Eigenschaften.

Praktische Anwendung in der Naturheilkunde

Damit Ihr Körper Curcumin optimal aufnehmen kann, benötigt es Fett. Kombinieren Sie das Pulver oder die frische Wurzel immer mit etwas Öl.

Ein entscheidender Tipp: Schwarzer Pfeffer erhöht die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs erheblich. Geben Sie eine Prise dieses Gewürzes hinzu. So wirkt die Heilpflanze viel besser.

Die bittere Wurzel regt zudem die Verdauungssäfte an. Sie fördert den Appetit und unterstützt Leber und Galle. Für einen einfachen Tee übergießen Sie einen halben Teelöffel Pulver mit kochendem Wasser. Lassen Sie ihn fünf Minuten ziehen.

Frische, dünne Scheiben mit heißer Milch übergossen ergeben ein wohltuendes Getränk. Denken Sie an eine Prise Pfeffer.

Anbau und Standortwahl für Safranwurzel

Beim Anbau dieser tropischen Pflanze entscheidet der Standort über Erfolg oder Misserfolg. Curcuma longa stammt aus warmen Regionen und hat spezielle Ansprüche.

Sie gedeiht am besten an einem warmen, halbschattigen Platz mit hoher Luftfeuchtigkeit. Ein Wintergarten ist ideal.

Optimale Bodenvoraussetzungen und Substrat

Der Boden muss nährstoff- und humusreich sein. Gleichzeitig sollte er locker und durchlässig bleiben.

Als Substrat mischen Sie zwei Teile Blumenerde mit einem Teil grobem Sand. Diese Mischung speichert Feuchtigkeit, ohne staunass zu werden.

Ist Ihre Gartenerde zu verdichtet, lockern Sie sie mit Sand auf. Bei lehmhaltiger Erde hilft Kompost.

Vergessen Sie eine Drainageschicht aus Blähton nicht. Sie schützt die Wurzeln vor Fäulnis.

Ideale Temperatur- und Lichtverhältnisse

Die Temperatur sollte konstant zwischen 18 und 22 Grad Celsius liegen. Unter 12 Grad sterben die Blätter ab.

Vermeiden Sie pralle Mittagssonne. Die Pflanze bevorzugt hellen Halbschatten. Ein Ost- oder Westfenster ist perfekt.

Ein Südfenster mit direkter Sonne führt zu Verbrennungen. Achten Sie auf hohe Luftfeuchtigkeit.

Faktor Optimaler Bereich Praktische Tipps
Temperatur 18–22 °C Nie unter 12 °C; ideal für Wintergarten
Licht Heller Halbschatten Ost- oder Westfenster; kein Südfenster
Boden Nährstoffreich & durchlässig Mit Sand auflockern; Kompost zusetzen
Substrat 2/3 Erde, 1/3 Sand Lockere Mischung für gute Drainage
Drainage Blähton oder Kies Schicht im Topfboden beugt Staunässe vor

Schritt-für-Schritt Anleitung zur Pflanzung

Der erfolgreiche Start Ihrer eigenen Kurkuma-Kultur beginnt mit der richtigen Pflanzmethode. Wir führen Sie 2026 sicher durch den Prozess.

Anbau im Topf versus Freiland

Für das deutsche Klima ist die Kultur im Topf fast immer die bessere Wahl. Im Garten ist es den meisten Regionen zu kalt.

Im Topf kontrollieren Sie Temperatur und Feuchtigkeit perfekt. Im Sommer kann der Kübel nach draußen.

Anbaumethode Ideal für Temperaturanspruch Praxistipp
Topfkultur Fensterbank, Wintergarten Konstant 18–22 °C Flacher, breiter Topf für horizontales Wachstum
Freilandkultur Sehr milde Regionen Nur im Sommer >15 °C Risikoreich; geschützter, warmer Platz nötig

Detaillierte Pflanzanleitung für 2026

So pflanzen Sie Ihr Rhizom erfolgreich ein:

Schritt 1: Besorgen Sie ein frisches, ca. 5 cm langes Rhizom-Stück aus dem Bioladen.

Schritt 2: Füllen Sie einen flachen Topf mit einer Drainageschicht Blähton. Darüber kommt lockere Blumenerde.

Schritt 3: Legen Sie das Rhizom flach auf die Erde. Bedecken Sie es nur leicht mit Substrat.

Schritt 4: Feuchten Sie die Erde an. Stülpen Sie eine durchsichtige Tüte über den Topf für hohe Luftfeuchtigkeit.

Stellen Sie den Topf an einen halbschattigen Platz bei etwa 20 °C. Halten Sie das Substrat feucht. Nach wenigen Wochen treibt die Pflanze aus.

Pflege und Bewässerungstipps

Nach der Pflanzung beginnt die entscheidende Phase: die tägliche Pflege Ihrer Kurkuma. Mit der richtigen Balance aus Wasser und Nährstoffen gedeiht die Pflanze optimal.

Regelmäßige Wassergaben und Düngung

Halten Sie das Substrat stets gleichmäßig feucht. Verwenden Sie kalkfreies Wasser wie Regenwasser. Staunässe und völliges Austrocknen schaden den Wurzeln.

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Die praktische Fingerprobe zeigt den Bedarf. Stecken Sie einen Finger zwei Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken an, ist Gießen nötig.

Während der Blüte von April bis September braucht die Kurkuma mehr Wasser. Gießen Sie direkt auf die Erde. Vermeiden Sie, die Blüten zu benetzen.

Düngen Sie monatlich mit Flüssigdünger im Gießwasser. Alternativ eignen sich Düngestäbchen. Sie geben Nährstoffe kontinuierlich ab.

Pflege-Faktor Empfehlung Praktischer Hinweis
Gießen Gleichmäßig feucht halten Fingerprobe nutzen; kalkfreies Wasser verwenden
Düngen April–Sept.: 1x monatlich Flüssigdünger oder Düngestäbchen
Schnitt Minimal Abgestorbene Blätter entfernen

Entfernen Sie abgestorbene Blätter laufend. Schneiden Sie verblühte Blütenstände ab. So fördern Sie neue Blüten und halten die Pflege einfach.

Ernte und Verarbeitung der Safranwurzel

Ihre Kurkuma-Pflanze signalisiert Ihnen selbst, wann ihre unterirdischen Schätze bereit für die Ernte sind. Das ist der Fall, wenn die Pflanze etwa einen Meter hoch ist und die oberen Blätter welk werden. Typischerweise geschieht dies im Herbst.

Spätestens vor dem ersten Frost müssen Sie die Wurzel ausgraben. Die Rhizome vertragen keine Kälte.

Erntezeitpunkt und fachgerechte Techniken

Graben Sie vorsichtig um die Pflanze herum. So beschädigen Sie die sich ausbreitenden Rhizome nicht. Spülen Sie die ausgegrabenen Stücke gründlich unter fließendem Wasser ab.

Trocknen Sie sie mit einem Handtuch ab. Ein wichtiger Sicherheitshinweis: Tragen Sie beim Schälen eine Küchenschürze und Einmal-Handschuhe.

Das gelbe Wurzelgewebe färbt stark. Verwenden Sie einen Sparschäler, um die äußere Haut dünn zu entfernen. Schneiden Sie das geschälte Rhizom dann in drei bis fünf Millimeter dicke Scheiben.

Schritt Arbeitsmittel Ziel
Scheiben auslegen Backblech mit Backpapier Kein Überlappen der Stücke
Trocknen im Backofen Ofen bei 80°C Feuchtigkeit entziehen
Luftzirkulation sichern Kochlöffel in Ofentür klemmen Schonende Trocknung
Prüfen auf Fertigkeit Mit den Fingern brechen Scheiben dürfen nicht biegsam sein

Verarbeitung zu Pulver und weiteren Produkten

Legen Sie die Scheiben einzeln auf das vorbereitete Blech. Trocknen Sie sie im Backofen bei 80 Grad Celsius. Die Ofentür sollte mit einem Kochlöffel leicht geöffnet bleiben.

Der Prozess ist abgeschlossen, wenn sich die Stücke leicht durchbrechen lassen. Geben Sie die vollständig getrockneten Scheiben in einen leistungsstarken Standmixer.

Zermahlen Sie sie zu feinem, goldgelbem Pulver. Dieses können Sie sofort verwenden oder dunkel lagern. Für eine erfolgreiche Kultur ist auch die richtige Pflege und Überwintern im Überblick entscheidend.

Ihr selbst hergestelltes Pulver ist aromatisch und frei von Zusätzen. Es eignet sich perfekt für Tees, Currys oder die goldene Milch.

Anwendung in der Küche und Naturheilkunde

In der modernen Küche des Jahres 2026 findet Kurkuma weit über traditionelle Currys hinaus Verwendung. Dieses vielseitige Gewürz verleiht Ihren Gerichten nicht nur Farbe und Geschmack.

Es unterstützt auch Ihre Gesundheit durch seine natürlichen Eigenschaften. Entdecken Sie hier konkrete Ideen für den Alltag.

Verwendung in traditionellen Rezepten

Klassisch kommt Kurkuma-Pulver in Suppen, Eintöpfen und Salatsoßen zum Einsatz. Ein halber Teelöffel färbt gekochtes Gemüse appetitlich goldgelb.

Der Geschmack ist mild-würzig und leicht erdig. In der asiatischen Küche ist es ein Pfeiler jeder Curry-Mischung.

Es harmoniert perfekt mit Reis, Linsen und Kichererbsen. Kombinieren Sie es mit Ingwer, Knoblauch und Kreuzkümmel für mehr Tiefe.

Gericht Empfohlene Menge Praktischer Tipp
Gemüsesuppe ½ TL Pulver Am Ende des Kochens zugeben
Goldene Milch 1 TL Pulver Mit etwas Pfeffer für bessere Aufnahme
Linsen-Curry 1 TL Pulver Mit Kokosmilch und Kreuzkümmel anbraten
Energieballs ¼ TL Pulver Mit Datteln und Nüssen mischen

Frische Kurkuma-Wurzel bietet ein intensiveres Aroma. Reiben Sie sie direkt über Salate oder schneiden Sie dünne Scheiben.

So nutzen Sie mehr bioaktive Produkte. Die entzündungshemmenden und verdauungsfördernden Effekte entfalten sich bei regelmäßigem Genuss.

Lagern Sie das Pulver dunkel und kühl in einem geschlossenen Glas. So bleibt es etwa ein Jahr lang frisch und wirksam.

Unterschiede zu verwandten Pflanzen

Um die einzigartigen Eigenschaften von Kurkuma zu verstehen, lohnt ein Vergleich mit verwandten Pflanzen. Oft kommt es zu Verwechslungen, besonders mit Ingwer.

Unterschiede Kurkuma Ingwer Vergleich

Vergleich mit Ingwer, Gelbwurz und Kurkuma

Botanisch sind Kurkuma und Ingwer nahe Verwandte. Beide gehören zur Familie der Ingwergewächse. Sie teilen ähnliche Wuchsformen und Standortansprüche.

Der deutlichste Unterschied ist die Farbe. Ingwer-Rhizome sind blassgelb bis beige. Die Rhizome der Gelbwurz leuchten dagegen intensiv orangegelb.

Geschmacklich trennt sie viel. Ingwer schmeckt scharf-brennend und zitronig. Kurkuma ist milder, erdiger und leicht bitter.

Auch die Hauptwirkstoffe sind verschieden. Ingwer enthält vor allem Gingerole. Kurkuma wirkt durch Curcumin.

Die Namensgebung kann verwirren. „Safranwurzel“ ist ein Trivialname für Kurkuma aufgrund der Farbe. Botanisch haben Curcuma longa und Safran nichts gemein.

„Gelbwurz“ und Kurkuma bezeichnen dieselbe Pflanze. „Gelber Ingwer“ betont nur die Verwandtschaft.

Merkmal Kurkuma (Gelbwurz) Ingwer
Botanische Familie Ingwergewächse (Zingiberaceae) Ingwergewächse (Zingiberaceae)
Rhizom-Farbe Intensiv orangegelb Blassgelb bis beige
Geschmack Mild, erdig, leicht bitter Scharf, brennend, zitronig
Hauptwirkstoff Curcumin Gingerole
Typische Verwendung Getrocknet als Gewürzpulver Oft roh oder kandiert

Zubereitung von Kurkuma-Pulver und Goldener Milch

Goldene Milch, ein ayurvedisches Traditionsgetränk, erfreut sich auch 2026 großer Beliebtheit. Ihm werden entzündungshemmende und immunstärkende Eigenschaften zugesprochen.

Konkrete Rezepte für Goldene Milch

Für das Grundrezept benötigen Sie 300 ml pflanzliche Milch. Geben Sie 1 TL KurkumaPulver, 1 cm geriebenen Ingwer, eine Prise schwarzen Pfeffer und 1 TL Kokosöl hinzu.

Erwärmen Sie alles bei mittlerer Hitze. Lassen Sie die Mischung fünf Minuten köcheln. Rühren Sie dabei gut um.

Eine einfache Variante nutzt frische Safranwurzel. Schneiden Sie etwa 2 cm davon in dünne Scheiben. Übergießen Sie diese mit heißer Milch und lassen Sie sie zehn Minuten ziehen.

Tipps zur Dosierung und Kombination mit anderen Gewürzen

Schwarzer Pfeffer ist essentiell. Sein Piperin steigert die Aufnahme von Curcumin enorm. Das hinzugefügte Fett, wie Kokosöl, verbessert die Aufnahme zusätzlich.

Beginnen Sie mit einem halben Teelöffel Kurkuma-Pulver täglich. Steigern Sie die Dosis bei guter Verträglichkeit.

Seien Sie kreativ! Fügen Sie Zimt, Kardamom oder Vanille hinzu. Gekühlte Goldene Milch eignet sich auch perfekt als Smoothie-Basis.

Rezept-Variante Hauptzutat Zubereitungszeit Besonderer Tipp
Klassische Goldene Milch Kurkuma-Pulver ca. 7 Minuten Immer mit Pfeffer und Fett kombinieren
Frische-Wurzel-Version Frische Safranwurzel-Scheiben ca. 12 Minuten Intensiveres Aroma, längere Ziehzeit
Gewürzte Variation + Zimt & Kardamom ca. 7 Minuten Für ein wärmendes Wintergetränk
Smoothie-Basis Gekühlte Goldene Milch 2 Minuten (mix) Mit Banane oder Beeren mixen
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Tipps zur Lagerung und Haltbarkeit von Safranwurzelprodukten

Richtig lagern heißt: Sie nutzen die volle Kraft Ihrer Kurkuma-Produkte länger. Nur so bleiben Aroma, Farbe und Wirkung erhalten.

Optimale Lagerbedingungen und Aufbewahrungshinweise

Für Kurkuma-Pulver gilt eine Grundregel. Bewahren Sie es in einem luftdicht verschlossenen Glas auf. Das schützt vor Feuchtigkeit.

Licht zersetzt die wertvollen Curcuminoide. Die intensive gelbe Färbung verblasst. Stellen Sie das Glas in einen dunklen Schrank.

Kühle Temperaturen von 15 bis 20 °C sind ideal. Zu viel Wärme schadet den ätherischen Ölen.

Selbst gemachtes Pulver hält so ein Jahr. Die Farbintensität nimmt langsam ab.

Frische Rhizome wickeln Sie in ein Papiertuch. Im Kühlschrank halten sie zwei bis drei Wochen.

Vermeiden Sie häufige Fehler. Feuchtigkeit führt zu Schimmel. Offene Behälter lassen Aroma entweichen.

Füllen Sie kleine Mengen ab. Verbrauchen Sie diese binnen zwei Monaten. Prüfen Sie die Qualität: Frisches Pulver ist leuchtend orangegelb und riecht erdig. Blasses Pulver wirkt nicht mehr.

Häufige Fehler vermeiden beim Anbau

Damit Ihre Kurkuma-Pflanze gesund bleibt, sollten Sie typische Anfängerfehler kennen und umgehen. Die Pflanze ist robust, aber einige Pflege-Pannen können ihr schnell schaden.

  • Falscher Standort: Zu viel Sonne verbrennt Blüten und Blätter. Wählen Sie immer einen halbschattigen Standort.
  • Staunässe: Übermäßiges Gießen ohne Drainage führt zu Wurzelfäule. Gießen Sie mäßig und sorgen Sie für Abfluss.
  • Zu kalt: Temperaturen unter 12°C lassen Blätter absterben. Holen Sie die Pflanzen rechtzeitig ins Warme.
  • Wasser auf Blüten: Direktes Gießen verursacht Blütenfäule. Gießen Sie immer nur das Substrat.
  • Zu tief pflanzen: Rhizome nur leicht mit Erde bedecken. Tiefes Pflanzen verzögert den Austrieb.
  • Fehlende Düngung: Als Starkzehrer braucht die Safranwurzel monatliche Nährstoffgaben. Ohne sie entwickeln sich Blüten und Rhizome schlecht.

Potenzielle Krankheiten wie Pilzbefall entstehen bei zu hoher Feuchtigkeit und schlechter Luftzirkulation. Spinnmilben befallen geschwächte Pflanzen, besonders bei trockener Winterluft.

Do’s und Don’ts im Pflegealltag

Do’s Don’ts
Kalkfreies Wasser verwenden Keine pralle Sonne
Hohe Luftfeuchtigkeit fördern Kein kalkhaltiges Wasser
Verblühte Blüten entfernen Keine Staunässe
Durchlässiges Substrat mit Drainage nutzen Temperaturen unter 12°C vermeiden
Regelmäßig düngen Kein Schnitt während der Wachstumsphase

Mit diesen Tipps halten Sie Ihre Pflanze gesund und beugen Krankheiten vor. Achten Sie auf die Signale Ihrer Kurkuma.

Fazit

Mit diesem Wissen sind Sie nun bestens vorbereitet, Ihre eigene Kurkuma-Pflanze erfolgreich zu kultivieren. Der Anbau im Topf auf der Fensterbank oder im Wintergarten macht es möglich. Achten Sie auf einen halbschattigen Standort und ein durchlässiges Substrat aus Erde und Sand.

Vor dem Winter holen Sie die Pflanze ins Warme, denn sie ist nicht frosthart. Sobald die Blätter welken, ernten Sie die leuchtend gelben Rhizome. Verarbeiten Sie diese zu Pulver.

Die gesundheitlichen Vorteile von Curcumin, wie entzündungshemmende und verdauungsfördernde Wirkungen, machen die Mühe lohnend. Kombinieren Sie das Pulver mit schwarzem Pfeffer und Fett für beste Aufnahme. Weitere Details zu den gesundheitlichen Vorteilen von Kurkuma finden Sie hier.

Ob für goldene Milch oder als Gewürz – genießen Sie Ihre eigene Ernte!

FAQ

Ist die Safranwurzel dasselbe wie Kurkuma?

Nein, das sind zwei verschiedene Pflanzen. Die echte Safranwurzel ist eine Iris-Art. Umgangssprachlich wird aber oft Curcuma longa, also die Kurkuma-Pflanze, so genannt. Diese liefert das gelbe Pulver. Für den Anbau im Garten oder Topf ist fast immer die Kurkuma-Pflanze gemeint.

Welchen Standort bevorzugt die Kurkuma-Pflanze im Garten?

Die Pflanze mag es warm und windgeschützt. Ein halbschattigen Standort mit viel indirektem Licht ist ideal. Der Boden sollte locker, nährstoffreich und gut durchlässig sein. Staunässe verträgt das Rhizom überhaupt nicht.

Wie pflege ich meine Kurkuma-Pflanze richtig?

Regelmäßiges Wasser geben ist wichtig, die Erde sollte stets leicht feucht sein. Im Winter benötigt sie weniger. Verwenden Sie alle paar Wochen einen organischen Dünger. Achten Sie auf Krankheiten wie Wurzelfäule durch zu viel Nässe.

Wann und wie ernte ich die Rhizome?

Die Erntezeit ist im Herbst, wenn die Blätter welken. Graben Sie vorsichtig das gesamte Rhizom aus. Schneiden Sie die frischen Scheiben ab oder trocknen Sie sie für Pulver. Die Hauptknolle können Sie wieder einpflanzen.

Wie stelle ich zu Hause Kurkuma-Pulver her?

Nach der Ernte die Wurzel-Scheiben gründlich reinigen und in sehr dünne Stifte schneiden. Trocknen Sie diese bei niedriger Temperatur im Backofen oder Dörrgerät, bis sie brüchig sind. Anschließend in einem Mixer zu feinem Pulver mahlen.

Was sind die wichtigsten gesundheitlichen Wirkstoffe?

Der bedeutendste Wirkstoff in Curcuma longa ist Curcumin. Ihm werden entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. In der Naturheilkunde wird es oft mit Pfeffer kombiniert, um die Aufnahme zu verbessern.

Wie bereite ich Goldene Milch mit meinem eigenen Pulver zu?

Erwärmen Sie eine Tasse pflanzliche Milch (z.B. Mandelmilch). Rühren Sie einen Teelöffel Ihres Kurkuma-Pulvers, eine Prise schwarzen Pfeffer, etwas Zimt und Ingwer sowie ein wenig Pflanzenöl ein. Süßen Sie nach Belieben mit Honig oder Dattelsirup.

Kann ich die Pflanze im Winter draußen lassen?

Nein, Curcuma ist nicht winterhart. Sobald die Temperatur unter 10°C fällt, sollten Sie das Rhizom ausgraben. Bewahren Sie es trocken und kühl in einer Kiste mit Sand auf, um es im nächsten Frühjahr wieder einzupflanzen.
Miriam Wagner
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