Welche Kräuter passen zusammen

Welche Kräuter passen zusammen

Kräuter sind vielseitige Pflanzen, die sich hervorragend für das Anlegen einer Mischkultur im Garten oder auf dem Balkon eignen. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, welche Kräuter gut zusammen wachsen und sich gegenseitig fördern.

In diesem Artikel erfährst du, welche Kräuter-Kombinationen sich bewährt haben und wie du durch die richtige Wahl der Nachbarpflanzen von zahlreichen Vorteilen profitierst – sei es mehr Platz, bessere Schädlingsbekämpfung oder eine attraktivere Optik des Kräuterbeetes.

Mischkultur im Kräuterbeet – Vorteile und Überblick

Eine Mischkultur im Kräuterbeet bietet zahlreiche Vorteile. Nicht nur entsteht ein attraktiver, abwechslungsreicher Anblick durch die Kombination verschiedener Kräuter mit unterschiedlichen Wuchsformen, Blattfarben und -texturen, sondern die Kräuter profitieren auch gegenseitig voneinander.

Vorteile der Mischkultur

  • Erhöhte Duftvielfalt und Anziehung von Nützlingen wie Bienen und Hummeln
  • Reduzierter Pflegeaufwand, da die Kräuter ähnliche Standortansprüche haben
  • Platzsparende Kombination durch unterschiedlichen Platzbedarf oberirdisch und im Wurzelraum
  • Gegenseitige Schädlingsabwehr und Wachstumsförderung
  • Verbesserung der Bodenaktivität und Erhöhung der Artenvielfalt

Eine Mischkultur im Kräuterbeet ist also nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern bietet auch viele praktische Vorteile für die Kräuter selbst.

Mischkultur Vorteile Details
Duftvielfalt und Nützlingsförderung Die Kombination verschiedener Kräuter mit unterschiedlichen Aromen zieht Insekten wie Bienen und Hummeln an und schafft eine angenehme Duftatmosphäre.
Reduzierter Pflegeaufwand Kräuter mit ähnlichen Standortansprüchen lassen sich leichter pflegen und müssen seltener gegossen oder gedüngt werden.
Platzsparende Kombination Durch unterschiedlichen Platzbedarf oberirdisch und im Wurzelraum können die Kräuter platzsparend kombiniert werden.
Gegenseitige Schädlingsabwehr Manche Kräuter wirken schädlingsabweisend und können andere Kräuter vor Schädlingen und Krankheiten schützen.
Verbesserung der Bodenaktivität Die erhöhte Vielfalt an Kräutern fördert die Bodenlebewesen und steigert die Artenvielfalt.

Gute Kombinationen – Kräuter, die zusammenpassen

Beim Anlegen einer Mischkultur im Kräuterbeet ist es entscheidend, Kräuter mit ähnlichen Standortansprüchen zusammenzustellen. So können sie optimal gedeihen und die Konkurrenz um Nährstoffe im Boden wird reduziert. Kräuter, die die gleichen Licht- und Bodenverhältnisse bevorzugen, lassen sich ideal platzieren und ergänzen sich in puncto Wuchsform und Wurzelsystem.

Sonne, eher trockener Boden

Kräuter wie Bergbohnenkraut, Currykraut, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian gedeihen am besten an sonnigen, eher trockenen Standorten. Sie können gut zusammengepflanzt werden und profitieren von ihrer gemeinsamen Vorliebe für sonnige, warme Plätze.

Sonne bis Halbschatten, nährstoffreicher Boden

Für Standorte mit Sonne bis Halbschatten und nährstoffreichem, frischem Boden eignen sich Basilikum, Dill, Majoran, Petersilie und Sommerbohnenkraut. Diese Kräuter lassen sich ebenfalls gut kombinieren, da sie ähnliche Ansprüche an Licht und Boden haben.

Halbschatten bis Schatten, feuchter Boden

Schattiger und feuchterer Boden wird von Kräutern wie Bärlauch, Brunnenkresse, Sauerampfer und Waldmeister bevorzugt. Diese Kräuter ergänzen sich ideal in einer Mischkultur an schattigeren Standorten.

Eine übersichtliche Zuordnung der Kräuter zu ihren bevorzugten Standortbedingungen erleichtert die Planung einer optimalen Mischkultur im Kräuterbeet.

Welche Kräuter passen zusammen?

Beim Anlegen eines Kräuterbeets ist es wichtig, darauf zu achten, welche Kräuter gut miteinander auskommen und voneinander profitieren können. Eine durchdachte Mischkultur bietet viele Vorteile wie üppiges Wachstum, einfache Pflege und eine abwechslungsreiche Duftvielfalt. Anbei eine Übersicht, welche Kräuter Nachbarn sind und zusammen in einem Beet gedeihen können:

Kräuter Gute Nachbarn Schlechte Nachbarn
Basilikum Bohnenkraut, Kerbel, Oregano, Petersilie Dill, Zitronenmelisse, Thymian
Bohnenkraut Lavendel, Oregano, Salbei, Thymian, Basilikum, Rosmarin, Currykraut
Pfefferminze Alle anderen Kräuter
Borretsch Dill, Kerbel, Majoran, Petersilie, Gartenkresse
Currykraut Lavendel, Bohnenkraut, Thymian
Dill Kerbel, Borretsch, Petersilie, Gartenkresse, Majoran, Schnittlauch, Kamille, Koriander Estragon, Kümmel, Fenchel, Basilikum
Koriander Dill Estragon, Kümmel, Fenchel, Basilikum
Kamille Dill, Schnittlauch, Majoran, Kerbel Pfefferminze
Lavendel Salbei, Bohnenkraut, Lavendel, Basilikum, Oregano, Pfefferminze
Oregano Salbei, Bohnenkraut, Lavendel, Basilikum Majoran, Pfefferminze
Petersilie Majoran, Borretsch, Dill, Kerbel, Petersilie, Kamille Lavendel, Pfefferminze, Koriander
Rosmarin Thymian, Lavendel, Salbei, Basilikum, Oregano, Bohnenkraut
Salbei Estragon, Zitronenmelisse, Thymian, Schnittlauch, Oregano, Rosmarin, Lavendel Basilikum
Schnittlauch Petersilie, Kamille, Dill, Estragon Pfefferminze
Thymian Salbei, Lavendel, Currykraut, Estragon, Bohnenkraut, Rosmarin Majoran, Basilikum

Zusätzlich gibt es einige Kräuter-Arten, die lieber für sich alleine wachsen sollten, wie zum Beispiel Liebstöckel, Wermut und Engelwurz.

Eine bunte Mischung aus Kräutern, Gemüse und Blumen bietet außerdem viele Synergien und fördert ein ausgewogenes Ökosystem im Garten. Gute Kombinationen sind beispielsweise Sellerie und Kohlgemüse, Bohnen und Bohnenkraut, Gurken und Dill sowie Basilikum, Petersilie und Tomaten.

Kräuter, die sich nicht vertragen

Nicht alle Kräuter sind beste Freunde, wenn es um das Miteinander im Beet geht. Manche Kräuter können sich sogar gegenseitig in ihrem Wachstum behindern oder unerwünschte Geschmacksveränderungen hervorrufen. Um Nachbarschaftsstreit im Kräutergarten zu vermeiden, ist es wichtig, diese inkompatiblen Gewächse getrennt voneinander zu pflanzen.

Auch interessant:  Weißer Gänsefuß essbar: Alle Infos zur Wildpflanze

Unverträgliche Kräuternachbarn

  • Basilikum verträgt sich nicht gut mit Zitronenmelisse und Minze.
  • Dill sollte man von Fenchel, Kümmel und Gartenkresse fernhalten.
  • Auch Estragon und Dill sind keine idealen Nachbarn.
  • Übermäßiger Thymian kann anderen Kräutern schaden.

Einige Kräuter neigen auch zu einem sehr ausladenden Wuchs und können so andere Pflanzen im Beet beeinträchtigen. Dazu zählen Eberraute, Lavendel und Ysop. Ihnen sollte man am besten einen eigenen Platz zuweisen.

Eine gelungene Mischkultur im Kräuterbeet ist wichtig, da manche Kräuter gegenseitig für ungünstige Wachstumsbedingungen sorgen können. Enge Nachbarschaften sollten daher gut überlegt sein, um den Erfolg der Ernte nicht zu gefährden.

Einzelgänger im Kräuterbeet

Nicht alle Kräuter eignen sich für eine Mischkultur. Manche Kräuter wie Liebstöckel, Engelwurz, Lavendel oder Wermut wachsen sehr groß und ausladend und beanspruchen viel Platz für sich. Wenn du diese Einzelgänger in deinem Kräuterbeet haben möchtest, musst du ihnen genügend Abstand zu anderen Pflanzen garantieren.

Eine Alternative ist es, diese Kräuter in einem separaten Beet oder in einem großen Kübel auf dem Balkon anzupflanzen. So können sie sich frei entfalten, ohne anderen Pfingstrose schlechte Nachbarn oder Olivenkraut schlechte Nachbarn die Nährstoffe und den Platz streitig zu machen.

Platz für Ausladende

  • Liebstöckel (Maggikraut)
  • Engelwurz
  • Lavendel
  • Wermut
  • Baldrian

Diese Kräuter brauchen viel Raum und eignen sich daher schlecht für eine enge Mischbepflanzung. Stelle ihnen einen eigenen Bereich im Garten zur Verfügung oder pflanze sie in Kübeln, damit sie sich ungehindert entfalten können, ohne Konflikte mit anderen Liebstöckel Nachbarn auszulösen.

Kräuterbeet anlegen: Standort und Bodenvorbereitung

Für ein erfolgreiches Kräuterbeet ist der richtige Standort entscheidend. Die meisten Kräuter wie Rosmarin, Oregano oder Basilikum bevorzugen sonnige und windgeschützte Plätze, an denen sie mindestens 6-8 Stunden pro Tag Sonne abbekommen. Der Boden sollte dabei gut durchlässig sein, da Staunässe den Kräutern schadet.

Bevor du die Kräuter einsetzt, solltest du den Boden sorgfältig vorbereiten. Das bedeutet: Im Spätherbst den Boden umgraben und Unkraut entfernen. Im Frühjahr die Erde überprüfen und eventuell vorhandene Erdbrocken zerkleinern. Um die Bodenstruktur zu verbessern, kannst du reife Komposterde oder hochwertige Pflanzerde einarbeiten. Zusätze wie Bentonitgranulat helfen zusätzlich dabei, Wasser und Nährstoffe länger zu speichern.

Kräuter-Standort Bodenbedürfnisse
Sonnig Durchlässig, mager
Halbschattig Feucht, nährstoffreich
Schattig Feucht

Durch eine sorgfältige Standortwahl und Bodenvorbereitung legst du den Grundstein für einen gesunden und aromatischen Kräutergarten. Denk auch daran, Namensschilder oder Pflanzenstecker zu verwenden, um deine Kräuter im Beet zu identifizieren.

Kräuter Standort Tabelle

Kräuterpflege und Ernte

Für ein üppiges und gesundes Kräuterbeet ist die richtige Pflege entscheidend. Bei der Bewässerung müssen die unterschiedlichen Ansprüche der Kräuter beachtet werden. Während mediterrane Kräuter wie Thymian oder Salbei eher trockenere Bedingungen bevorzugen, brauchen Kräuter aus Wald- oder Sumpfgebieten mehr Feuchtigkeit. Regelmäßiges Jäten von Unkraut ist ebenfalls wichtig, damit die Kräuter ungehindert wachsen können.

Gießen nach Bedarf

Kräuter im Balkonkasten oder Kübel müssen an sonnigen Tagen sogar täglich gegossen werden, um Austrocknung zu vermeiden. Im Beet reicht es in der Regel, wenn die Erde leicht abtrocknet, etwa einmal pro Woche nachzugießen.

Unkrautkontrolle

Ein regelmäßiges Entfernen von Unkraut fördert das Wachstum der Kräuter. Dabei solltest du darauf achten, die Wurzeln vollständig zu entfernen, damit das Unkraut nicht wieder austreibt.

Düngen und Schnitt

Eine mäßige Düngung im Frühjahr und Sommer sowie ein regelmäßiger Schnitt der Triebe fördern ein kompaktes, vitales Wachstum der Kräuter. Beim Ernten solltest du darauf achten, die grünen Triebe nie vollständig zu entfernen, damit die Pflanzen weiter kräftig nachwachsen können.

Mit der richtigen Pflege und Ernte kannst du dein Kräuterbeet ganzjährig genießen und von der aromatischen Vielfalt profitieren.

Bunte Vielfalt mit Gemüse und Blumen

Beim Anlegen eines Kräuterbeetes können nicht nur Kräuter untereinander, sondern auch Gemüse und Blumen kombiniert werden. Diese Mischkultur bietet zahlreiche Vorteile für den Garten. Viele Gemüsepflanzen profitieren von den schädlingsabweisenden Düften oder Inhaltsstoffen der Kräuter. Gleichzeitig verschönern Blumen wie Ringelblumen oder Borretsch das Kräuterbeet und locken wichtige Nützlinge an.

Kräuter mit Gemüse kombinieren

Eine gelungene Kombination ist beispielsweise Sellerie, der Kohlgewächse vor lästigen Schädlingen schützt, und Bohnenkraut, von dem Bohnen profitieren. Auch Kapuzinerkresse zieht Bienen an und wirkt abwehrend gegen Kartoffelkäfer und Blattläuse. Solche Mischkulturen sind ein wichtiger Bestandteil des traditionellen Bauerngartens.

Vorteile von Blumen im Kräuterbeet

Neben dem praktischen Nutzen verschönern Blumen wie Ringelblumen oder Borretsch das Kräuterbeet zusätzlich. Ringelblumen sind etwa 30 bis 50 cm hoch und blühen ab Juni bis zum Frost. Sie werden als Gründünger verwendet, lockern den Boden mit ihren Pfahlwurzeln und machen ihn frei von Nematoden und Drahtwürmern. Borretsch kann bis zu 70 cm hoch werden und wird ab Mai ausgesät. Lavendel, Tagetes ‚Disco Red‘ und andere Blumen bringen nicht nur Farbe, sondern locken auch viele Nützlinge an.

Auch interessant:  Gundermann: Der grüne Schatz für Gesundheit

Bunte Blumenarrangements auf Kräuterbeeten

Durch die Kombination von Kräutern, Gemüse und Blumen entsteht eine abwechslungsreiche und attraktive Gartengestaltung, die Schädlinge fernhält und gleichzeitig Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge anzieht. So können Sie Ihren Kräutergarten zu einem wahren Paradies für Natur und Genuss machen.

Fazit

Eine Mischkultur im Kräuterbeet bietet zahlreiche Vorteile und lässt sich mit der richtigen Planung und Umsetzung leicht realisieren. Durch eine geschickte Kombination verschiedener Kräuter können Schädlinge abgewehrt, Nützlinge angelockt und der allgemeine Pflegeaufwand deutlich reduziert werden. Dabei ist die optische Wirkung eines abwechslungsreich bepflanzten Kräuterbeetes keineswegs zu unterschätzen.

Mit dem richtigen Wissen zu Standortansprüchen, Wuchseigenschaften und Verträglichkeit der einzelnen Kräuter lässt sich im Garten oder auf dem Balkon eine aromatische und zugleich attraktive Kräutervielfalt schaffen. Ob kleine oder große Flächen, der Einsatz von Kräuter Balkon Ideen und Kräuter pflanzen Ideen ermöglicht es, Welche Kräuter passen zusammen und miteinander zu kombinieren.

Das Fazit ist eindeutig: Eine Mischkultur im Kräutergarten ist nicht nur praktisch, sondern auch ästhetisch überzeugend. Mit dem richtigen Blick für Kompatibilität und Standortansprüche der Kräuter lässt sich ein vielfältiges, gesundes und pflegeleichtes Kräuterbeet anlegen – ein Genuss für alle Sinne.

FAQ

Welche Kräuter passen gut zusammen?

Es gibt viele Kräuter, die gut miteinander auskommen und sogar voneinander profitieren können. Gute Kombinationen sind beispielsweise Basilikum mit Bohnenkraut, Oregano und Petersilie, oder Bohnenkraut, Lavendel und Thymian. Andere Kräuter wie Pfefferminze solltest du besser für sich alleine pflanzen.

Welche Kräuter vertragen sich nicht?

Manche Kräuter beeinflussen sich gegenseitig negativ und hemmen das Wachstum. Dill kann das Wachstum von Koriander beeinträchtigen und Schnittlauch verträgt sich nicht gut mit Petersilie. Um Probleme zu vermeiden, solltest du solche unverträglichen Kräuter besser getrennt voneinander pflanzen.

Wie viel Platz brauchen Kräuter?

Nicht alle Kräuter möchten sich ein Beet mit anderen Pflanzen teilen. Manche Kräuter wie Lavendel oder Liebstöckel wachsen sehr ausladend und brauchen entsprechend viel Platz. Entweder du garantierst ihnen genug Abstand zu anderen Kräutern oder kultivierst sie in einem separaten Bereich.

Wo sollte ich Kräuter am besten pflanzen?

Die meisten Kräuter bevorzugen einen sonnigen, windgeschützten Standort, an dem sie mindestens 6-8 Stunden pro Tag Sonne abbekommen. Der Boden sollte gut durchlässig sein, da Staunässe den Kräutern schadet. Vor dem Pflanzen solltest du den Boden gründlich mit Kompost oder Pflanzerde vorbereiten.

Wie pflege ich mein Kräuterbeet richtig?

Beim Gießen musst du die unterschiedlichen Ansprüche der Kräuter beachten – mediterrane Kräuter möchten eher trocken stehen, während Waldkräuter mehr Feuchtigkeit bevorzugen. Regelmäßiges Unkrautjäten, mäßige Düngung und ein Schnitt fördern ein vitales Wachstum. Achte beim Ernten darauf, die Triebe nie vollständig zu entfernen.

Kann ich Kräuter auch mit Gemüse und Blumen kombinieren?

Ja, Kräuter lassen sich wunderbar mit Gemüse und Blumen kombinieren. Viele Gemüsepflanzen profitieren von den schädlingsabweisenden Düften oder Inhaltsstoffen der Kräuter. Zudem verschönern Blumen wie Ringelblumen oder Borretsch das Kräuterbeet und locken Nützlinge an.

Quellenverweise

Miriam Wagner
Nach oben scrollen